Cargo-Extensions – mehr Last auf der Kurzstrecke mit dem CROKR Anhänger

Per Anhänger lässt sich die Leistungsfähigkeit von Cargo-E-Bikes und anderen Zugfahrzeugkonzepten deutlich steigern – gleich ob in Innenstädten oder auf Betriebsgeländen. AL-KO Fahrzeugtechnik hat dafür bewährte Chassis-Technik aufs richtige Maß gebracht, damit die Last Mile zur Light Mile wird: Mit CROKR, den drei neuen Light Mile Heroes für die Last Mile Delivery.

Cargo-E-Bikes und E-Kleinkrafträder sind auf der letzten Meile am Vormarsch

Der E-Motor bringt eine ungeheure Dynamik in die Kurzstrecke. Cargo-E-Bikes und E-Kleinkrafträder erobern den Verteilerverkehr genauso wie die Logistik auf Betriebsgeländen. Mit Fahrerkabine und Lastenaufbau prägen sie völlig neue Fahrzeugformen – hybride Gefährte, die aussehen wie Kleintransporter, aber deutlich wendiger und umweltfreundlicher sind. „Perfekt für unsere chronisch verstopften Innenstädte“, ist Mircan Ünsal, Produktmanagerin bei AL-KO überzeugt. „Und wie viele innerbetrieblichen Werksverkehre leiden unter knappem Rangierraum? Hier füllen die neuen Fahrzeugkonzepte eine echte Lücke.“

Cargo-Extensions

Zugeständnisse bei der Zuladung ausgleichen

So sehr sich die neuen Fahrzeugtypen im Logistikalltag bewähren, ihre eigene Zuladung hat enge Grenzen. Zwischen 150 und 300 kg an Zuladung sind typischerweise bei einem Cargo-E-Bike möglich, mehr nicht. Ärgerlich, denn die Motorisierung kann in der Regel weit mehr.  „Das war für uns der Anlass, über die letzte Meile neu nachzudenken.“ Ergebnis sind drei Anhänger, die zusätzlich bis zu 230 kg aufnehmen können. „Bei Bedarf mit einem einzigen Handgriff die Zuladung mal eben verdoppeln zu können, das war für uns das Ziel. Damit treiben wir die Effizienz der alternativen Cargo-Mobile auf die Spitze“, sagt Ünsal.

Chassis-Miniaturisierung

Millionenfach bewährte Technik für kleinere Lasten

Basis für die Neuentwicklungen waren die vielen Jahrzehnte Erfahrung, die AL-KO VT im Chassis-Bau für Nutzanhänger, gewerbliche Fahrzeuge und Wohnwagen gesammelt hat. Der wesentliche Unterschied zum bisherigen Anhänger-Programm: Konstruktion und Komponenten, die sonst für Gesamtgewichte von bis zu 3.500 kg und für Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h ausgelegt sind, müssen auf der letzten Meile deutlich weniger schuften.

Ünsal: „Entsprechend hatten unsere Ingenieure ihren Spaß daran, bestehende Komponenten abzuspecken, um auch im Segment für kleinere Lasten und Geschwindigkeiten ein optimales Verhältnis von Eigengewicht und Zuladung zu erreichen.“ Im Kern sind die drei neuen Anhänger vom Material – über die Rahmenkonstruktion aus hochfestem Stahl, Gummifederung und Einzelradaufhängung bis hin zu den eingesetzten Niet- und Schweißverfahren – identisch mit den größeren Modellen von AL-KO. „Entsprechend vergleichbar sind ihre Laufkultur und Langlebigkeit“, so Ünsal.

Trailer für den Großstadtdschungel

Laufkultur für anspruchsvolle Fahrstrecken

Mit einer Tour auf dem frischasphaltierten Radweg hat der professionelle Einsatz in Verteilerdienst oder Intralogistik nichts zu tun. Spätestens an innerstädtischen Schlagloch-Bordstein-Parkouren oder im Parkpflegeeinsatz kommunaler Fahrzeuge bewährt sich, was gezogene Einheiten von AL-KO von Haus aus mitbringen: stoische Spurtreue und unerschütterliche Resilienz. Auch wenn Handwerker einmal durch die Gartenzone bis zur Kellertreppe anfahren müssen, kein Problem.

Ünsal: „Sicher geht es auf der letzten Meile in aller Regel um geringere Geschwindigkeiten. Trotzdem können die Belastungen, die auf Rahmen und Achsen wirken, extrem sein.“ Oft ragen die Aufbauten hoch hinaus, die Ladung ist selten gleichmäßig verteilt. „Gerade deswegen braucht es eine grundsolide Chassis-Lösung. Mit unseren Komponenten – von der Kugelkupplung bis zur Auflaufbremse – stehen wir dafür, dass unsere Anhänger selbst im Bordstein-auf-und-ab sicher der ziehenden Einheit folgen.“

Aufbauvariationen wie bei den Großen

Vier- oder Zweiräder

Die Grundgrößen der neuen Anhänger sind so dimensioniert, dass auch Euro-Paletten transportiert werden können. „Der eigentliche Vorteil ergibt sich aber durch die Variabilität des Chassis“, erklärt Ünsal. „Das modulare Chassis-Konzept und die flexible Fertigung in Deutschland erlauben kundenindividuelle Anpassungen ganz nach Anwendungsfall.“ Die Zwei-Rad-Variante bringt eine Stütze zum sicheren Abstellen mit und bietet zwei Ausführungen: eine Variante für Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h und eine für bis zu 60 km/h. Die Vierrad-Variante bietet neben der höheren Zuladung auch eine Lenkachse, um die Beweglichkeit des Zugs sicherzustellen. Für die Sicherheit warten alle drei Modelle mit einer Feststellbremse und einer Auflaufbremse auf.

Vielfältige Einsatzszenarios

Ausgeklügelte Logistik oder einfach mehr Gepäck

Die Kunden von BAYK etwa verwenden VeloBRING im innerstädtischen Paket-Verteiler-Dienst und VeloTAXI für die Personenbeförderung. Stefan Kruschel, Chief Business Development Officer bei BAYK: „Stellen Sie sich vor, ein Fahrer holt ein Ehepaar am Bahnhof ab. Unsere VeloTAXIs können die Personen bequem transportieren. Aufwändiges Gepäck passt in den AL-KO-Anhänger – sicher und ohne Stapelkunst, eine ideale Zugkombination für urbane Zentren.“

Parkplätze weichen zunehmend großzügig gestalteten Fußgänger-Radweg-Kombinationen. Fahrradstraßen sorgen für immer besser fließenden Radverkehr. „Gerade Handwerker, die in solchen Innenstadtbereichen flexibel agieren und ihr Gerät nicht viele Häuserblocks weit schleppen wollen, haben mit unseren VeloBRING, den agilen Cargobikes mit VeloTRAILER, im wahrsten Sinn des Wortes schwerwiegende Vorteile.“ Das gilt genauso für den Paketlieferdienst: Mit dem Anhänger ins Gebiet fahren, dort den Hänger abkoppeln und abstellen, die erste Runde anfahren und in der zweiten Runde die Packstücke im Anhänger ausbringen. Kruschel: „Als Mikrodepot finden die AL-KO-Anhänger in jeder Innenstadt ein Standplätzchen. Und die Liefertouren können deutlich effizienter geplant werden.“

Profi-Equipment für gewöhnlich harte Touren

Grundsolide von Anfang an

Für Benjamin Karting, Leiter Produktmanagement beim Aufbauhersteller Junge, steht neben den neuen Logistik-Optionen für seine Kunden vor allem die Robustheit der Anhängerlösung weit vorne: „Wir waren auf der Suche nach einem Partner, der seine Anhängerlösung nicht vom Privatanwender kommend upgradet, sondern von Anfang an den Profianwender im Blick hat. Da ist AL-KO VT klar der richtige, auch, was das begleitende Netzwerk an Service- und Belieferungsoptionen anbelangt.“

Ob es um Bäcker- oder Wäschereien, Handwerker oder Sanitärgroßhändler geht: Der Aufbauhersteller Junge stellt standardisierte Kofferaufbauten genauso zur Verfügung wie Branchenlösungen, die ganz gezielt die jeweiligen Logistikanforderungen unterstützen. „Für uns war wichtig, dass für unsere Fahrzeuge nicht etwa beim Mikro-Hub im Stadtviertel Schluss ist. Wir wollen mit unseren Lösungen bis zur Haustür und das können wir mit Lastenrad oder Rad-Anhänger-Kombinationen sehr effizient und umweltfreundlich realisieren.“ Gerade was den Umweltaspekt anbelangt, sieht er große Chancen für die letzte Meile per Pedal und Anhänger. „Trotz dem Hype ums private Lastenrad in den letzten Jahren“, sagt Karting, „im professionellen Bereich stehen wir eher noch am Anfang der Entwicklung.“