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Der klimafreundliche Weg in den Urlaub

Durch das steigende Umweltbewusstsein in der Bevöl­kerung werden Nachhaltigkeitsaspekte im Urlaub immer wichtiger. Elektromobilität ist dabei das Schlüsselwort der Stunde. Mit dem Vormarsch von E-Autos rückt der klimafreundliche Urlaub mit Wohnwagen, Reisemobil oder Kastenwagen in den Fokus. „Der Ruf der Gesell­schaft nach mehr Elektro­mobilität und Nach­hal­tigkeit fordert einen Wan­­del auch im Frei­zeit­­fahrzeugsegme­nt, in dem wir tätig sind. Wir sind stolz, diesen Wan­del mitzugestalten und innovative Studien zu entwickeln wie das Hybrid Power Chassis und die Green Trailer Plattform. Auch sind unser Leichtbau-Chassis VARIO X sowie unsere Achssysteme für Elektrofahrzeuge gefragt“, erläutert Erwin Gentner, Geschäftsführer der Alois Kober GmbH.

Der Elektromobilität gehört die Zukunft

Davon ist die AL-KO Vehicle Technology Group überzeugt. Davon ist die AL-KO Vehicle Technology Group überzeugt. „Caravaning weist jetzt schon eine bessere Klima­bilanz auf als viele andere Urlaubs­formen. Dies wird sich in den nächsten Jahren durch elektrifizierte Antriebstechnologien sogar noch steigern“, sagt Harald Hiller, President & CEO der AL-KO Vehicle Technology Group. Noch umweltfreundlicher mit Reisemobil und Caravan zu reisen setzt an mehreren Punkten an. AL-KO optimiert mit Green Caravaning das Gesamtsystem „Wir als Komponentenhersteller leisten hier über spezielle Fahrwerke für die Caravaning-Branche unseren Beitrag, beispielsweise mit Leichtbau-Chassis wie Vario X. Außerdem wird Stahl als bevorzugter Werkstoff verwendet, da dieser mit Abstand die beste CO2-Bilanz von Herstellung bis Recycling aufweisen kann“, so Hiller weiter. Als bedeutender Zulieferer der Caravaning-Branche strebt AL-KO an, dass Herstellung und Anwendung seiner Komponenten maximal zur CO2-Reduzierung beitragen. Das Montagewerk der AL-KO Vehicle Technology Group in Günzburg-Deffingen, auch als E-Factory bezeichnet, nimmt eine wichtige Strategiesäule des Unternehmens ein. Bereits seit April 2019 übernimmt die AL-KO Vehicle Technology Group für ABT e-Line am Standort die Elektrifizierung verschiedener Nutzfahr­zeugmodelle. Mehrere tausend Fahrzeuge wurden so bisher auf umweltfreundliche E-Antriebe umgerüstet. Interessante Einblicke wie diese Umrüstung genau funktioniert bietet folgendes Video.

Mit Hürden umgehen wissen

Eine Herausforderung von E-Mobilität ist die aktuell geringe Reichweite. Für eine Strecke von mehreren hundert Kilometer am Tag, benötigt ein Elektro-Reisemobil zahlreiche leistungsstarke Akkus. Sieht man sich die Situation für Caravans an, zeigt sich, dass E-Autos aufgrund ihrer Leistungsdaten eigentlich qualifiziert dafür sind, Anhänger zu ziehen. Dennoch weisen sogar die stärksten Zugfahrzeuge eine vergleichsweise geringe Caravan-Anhängerlast auf. Um dem entgegenzuwirken, arbeitet die AL-KO Vehicle Technology Group bereits an innovativen Fahrzeugkonzep­ten. Der Green Caravaning Ansatz sieht vor, das Gesamtsystem Caravan-Gespann in punkto Reichweite über verschiedene Stellschrauben zu optimieren, damit Reichweitenverluste beim Ziehen eines Anhängers künftig geringer ausfallen werden. „Unser Ansatz ist es durch konsequenten Leichtbau, eine intelligent gesteuerte Bremsanlage im Anhänger sowie eine optimierte Aerodynamik die Fahrwiderstände entscheidend zu senken“, berichtet Dr. Frank Sager, Senior Vice President R&D bei der AL-KO Vehicle Technology Group.

Schlüsseltechnologien im Bereich Elektromobilität

Zudem stellen E-Ladestationen die Urlauber vor eine weitere Herausforderung. Häufig erforderliches Rangieren oder sogar Abhängen des Anhängers für Gespanne mit E-Zugfahrzeug bei Ladesäulen sorgen für zusä­tz­liche Schwierig­keiten. Um lange Strecken mit Reisemobil oder Caravan schon jetzt problemlos zurückzulegen, sind Hybridautos eine gute Alternative. Diese vereinen die positiven Eigenschaften aus beiden Welten: Die Autonomie und Leistungs­stärke eines herköm­mlichen Freizeitfahrzeugs und den Null-Emissions-Ansatz der E-Mobilität. Um dem entgegenzu­wirken hat die AL-KO Vehicle Technology Group bereits innovative Fahrzeug­studien realisiert. Tests mit dem Tesla Model X lieferten ermutigende Ergebnisse: Auf einer sehr anspruchsvollen Strecke von Bayern nach Südtirol unter kalten Winterbedingungen erreichte das Elektroauto ohne Anhänger eine Reichweite von 265 km. Beim Ziehen eines nicht modifizierten Wohnwagens halbierte sich diese. Mit der AL-KO Green Trailer Plattform mit E-Antrieb, optimierter Bremsanlage und verbesserter Aerodynamik ließ sich die Reichweite in diesem Beispiel wieder um fast 40% steigern. „Wir gehen davon aus, dass die Zugreichweite bei sommerlichen Bedingungen etwa 75% der Reichweite des Solo-Fahrzeugs betragen kann – ein praxisgerechtes Angebot für die meisten Caravaner, und das zu vertretbaren Kosten, mit einem kleinen, effizienten E-Antrieb, der zugleich die Aufgabe des Manövrierens übernimmt“, gibt sich Dr. Frank Sager zufrieden.

Zukunftsweisende Entwicklungen bei Caravan und Reisemobil

„Durch den ganzheitlichen Green Caravaning Ansatz – bestehend aus Leichtbau, Elektrifizierung, Aerodynamik und nachhaltigen Werkstoffen – optimieren wir den CO2-Ausstoß von Gespannfahrten und verringern den Primärenergie- und Rohstoff-Verbrauch“, sagt Dr. Frank Sager. Das weiterentwickelte Leichtbau-Chassis VARIO X sorgt beispielsweise dafür, dass Anhänger bis zu 30 kg leichter werden und zusätzliches CO2 eingespart werden kann. „AL-KO fertigt jährlich circa 60.000 Wohnwagen-Chassis, immer mehr davon in der bionischen VARIO X Bauweise“, kommentiert Harald Hiller. Und auch das AL-KO Motor-Chassis (AMC) für Wohnmobile setzt mit 35 Jahren Evolution heute unverändert Maßstäbe im Leichtbau. 30 bis 40 kg weniger Gewicht als das Original-Chassis sprechen für sich. Allein in den letzten vier Jahren ließ sich durch stetige Optimierung eine Gewichtseinsparung von 7 Prozent erreichen. Die AMC Tiefrahmen-Chassis setzen nicht nur bei Gewicht, Fahrkomfort, Bodenstauraum und Fahrdynamik Maßstäbe. Vielmehr sind sie konsequent darauf ausgerichtet, die Gesamthöhe und folglich die Frontfläche von (teil-)Integrierten-Reisemobilen zu reduzieren und damit die Aerodynamik deutlich zu verbessern.

Mehr als nur gutes Gewissen

Vom Sparen der Umweltressourcen bis hin zu Argumenten nach mehr Sauberkeit und Nachhaltigkeit, die Gründe für E-Mobilität sind zahlreich. Langfristig lässt sich mit einem E-Fahrzeug nicht nur das Klima schonen, sondern auch bares Geld sparen, da der Preis pro gefahrenen Kilometer mit einem elektrischen Fahrzeug günstiger ist als der von Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Des Weiteren verlangen viele Städte weniger Gebühren, wenn es sich um ein klimafreundliches Fahrzeug handelt.  Mit ihren einfacheren Motoren und weniger anfälligen Bauteilen gelten Elektrofahrzeuge außerdem als zuverlässiger und lang­lebiger. Das macht sie auf langer Sicht gesehen günstiger in der Erhaltung.

Gut zu wissen: Die ADAC Empfehlung lautet seit jeher, nach 2 Stunden Fahrt eine Pause einzuplanen. Das bedeutet, dass erst eine Reichweite des E-Gespanns von über 200km als praktikabel gilt, da so bequem die gleichen Pausen genutzt werden könnten.

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