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Caravan Salon Düsseldorf 2019: Trends und Neuheiten

Der Caravan Salon in Düsseldorf hat mit einer erneuten Rekord-Besucherzahl abgeschlossen: Stolze 268.000 Besucherinnen und Besucher hatten sich an den zehn Messetagen über Neuheiten, Zubehör und natürlich ihre Traum-Campingfahrzeuge informiert.

AL-KO Fahrzeugtechnik präsentierte dieses Jahr ein Feuerwerk an innovativen Entwicklungen, von denen einige die Zukunft der Caravaning-Branche entscheidend mitprägen werden.

Hybrid Power Chassis: Das Beste aus zwei Welten

Mit dem Hybrid Power Chassis können Reisemobile schon bald geräusch- und emissionsarm unterwegs sein. Durch die elektrifizierte Hinterachse wird der Verbrennungsmotor auf Überlandstrecken effizient unterstützt und sorgt damit für höhere Reichweiten bei geringerem Kraftstoffverbrauch. In Umweltzonen und urbanen Bereichen kann das Wohnmobil rein elektrisch betrieben werden. Für eine bessere Traktion auf rutschigem Untergrund stehen eine optionale Allrad- und Anfahrhilfe-Funktion zur Verfügung. Und auch der Aufbau profitiert vom Hybridkonzept: Das System kann dank Rekuperation und Energiespeicherung sämtliche Verbraucher – vom Kühlschrank bis zum Sound-System – mit Strom versorgen. In ersten Reisemobilen soll die Technologie bereits zur Saison 2021 verbaut sein.  

Weitere Infos: alko-tech.com/de/hybrid-power-chassis

Next Generation Trailer Plattform:
Elektrischer Alleskönner für Wohnwagen

Elektro-Autos als Zugfahrzeuge für den Wohnwagen? Bisher eher unwahrscheinlich! Zu gering die Reichweiten, zu hoch der Energieverlust, der mit dem Ziehen herkömmlicher Caravans einhergehen würde. Zeit für eine Wohnwagen-Plattform der nächsten Generation!

Mit diesem neuen Caravan-Chassis setzt AL-KO Fahrzeugtechnik Maßstäbe in punkto E-Mobilität: Durch eine elektrisch angetriebene Achse im Fahrwerk, in Kombination mit einer intelligenten Sensor- und Steuerungstechnik, wird die Reichweite des Zugfahrzeugs erhöht – ganz gleich, ob dieses mit Verbrennungs- oder Elektromotor ausgestattet ist. Die per Rekuperation erzeugte Energie schont nicht nur die CO2-Bilanz, sondern dient auch als Traktionshilfe in Form eines Allradantriebs bei rutschigem Untergrund und als „Versorger“ für die elektrischen Geräte im Aufbau. Zusätzlich unterstützt die elektrische Achse beim Bergabbremsen und schont so die Bremsanlage. 

Weitere Infos: alko-tech.com/de/trailer-plattform

Vario X Leichtbau-Chassis: Das Fliegengewicht unter den Fahrwerken

Jeder Camper weiß: Gewicht spielt bei den heutigen Fahrzeugen und Führerscheinen eine entscheidende Rolle. Jedes Kilogramm zählt und nicht wenige unter uns sind (wissentlich oder unwissentlich) konstant überladen unterwegs. Um diesem Problem entgegenzutreten, hat AL-KO Fahrzeugtechnik das Leichtbau-Chassis weiterentwickelt und mit dem neuen Vario X ein bislang einzigartiges Konzept auf den Markt gebracht: Die von der Natur inspirierte, innovative Bauweise und der konsequente Verzicht auf überflüssiges Material führen zu einer Gewichtsersparnis von bis zu 30 Prozent an den Rahmenteilen – diese kommen entweder dem Endkunden in Form höherer Zuladungsreserven zugute oder können für dringend benötigte Zusatzausstattung eingesetzt werden.

Weitere Informationen: www.alko-tech.com/blog/2019/07/02/variox-leichtbau-chassis/

ATC „Reloaded“: Noch mehr Sicherheit fürs Gespann

Das elektronische Antischleudersystem ATC ist aus modernen Wohnwagen kaum noch wegzudenken. Gemeinsam mit der Antischlingerkupplung bildet es die Basis für ruhige und stabile Gespannfahrten. Nun wurde das beliebte System auf die nächste Stufe gehoben: Das neue ATC spricht durch seine innovative High-Tech-Elektronik noch früher und sensibler selbst auf minimale Pendelbewegungen an und schaltet sich in eine Art Bereitschaftsmodus. Sobald sich die Bewegungen verstärken, kann es noch schneller eingreifen und den Caravan durch gezieltes, aber sehr sanftes Bremsen zurück „in die Spur“ holen. Wie gewohnt ist auch die neue Version des ATC in das 2LINK-Connectivity-System integriert.

Weitere Infos: alko-tech.com/de/atc-fur-anhaenger

HY4 mit Wiegefunktion: Nie mehr überladen unterwegs

Das hydraulische Stützensystem HY4 von AL-KO war durch seine vier Aggregate statt einer zentralen Pumpe schon auch bislang einzigartig. Nun erfährt das bewährte System ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Eine Wiegefunktion. 

Vor der Abreise noch schnell zum Kieswerk, um das Gewicht des beladenen Wohnmobils zu checken? Solche Panikaktionen gehören jetzt der Vergangenheit an. Mit der neuen Wiegefunktion können Besitzer der HY4-Stützen ihr Fahrzeug ab sofort bequem zuhause überprüfen – neben dem Gesamtgewicht werden auch die Achslasten zuverlässig, nämlich bis auf 3% Messgenauigkeit, ermittelt. So kann im Fall der Fälle nochmals aus- oder umgepackt werden und einem sicheren Urlaub steht nichts mehr im Wege. Das System kann sowohl an bereits verbauten HY4-Stützen nachgerüstet als auch beim Neukauf als Option mitbestellt werden.

Weitere Informationen: alko-tech.com/de/hy4-hydraulische-hubstuetzen-fuer-wohnmobile

Noch mehr spannende Messe-Themen

Connectivity

Neben AL-KO Fahrzeugtechnik mit dem 2LINK setzen auch immer mehr andere Hersteller auf intelligente Systeme. Von der „fernsteuerbaren“ Heizung oder Klimaanlage bis hin zur kompletten SmartHome-Lösung – Connectivity ist definitiv ein Trendthema, das nicht nur junge Kunden begeistert. Mercedes beispielsweise hat seinen Sprinter mit dem neuen MBAC (Mercedes Benz Advanced Control) ausgestattet und bietet die Möglichkeit, die Technologie des Basisfahrzeugs mit dem Aufbau zu vernetzen. So lassen sich Gas- und Wasser-Füllstände, Batterien, Heizung, Innenraumbeleuchtung und natürlich auch die Türverriegelung und das bordeigene Infotainment-System nicht nur über das zentrale Bedienelement, sondern auch per App steuern.

Weitere Informationen: mercedes-benz.de/vans/de/camper-vans

Kastenwagen

Apropos Sprinter – im Ausbau gibt es hier ebenfalls ordentlich Bewegung. Schon lange haben sich diese Fahrzeuge vom „Transporter-Image“ verabschiedet und warten mit zahlreichen kreativen, stylischen oder gar luxuriösen Ausbauvarianten auf. Mal heimelig mit Vollholz und anderen Naturmaterialien, mal modern-minimalistisch mit glatten Oberflächen und schicken Designs. Zwei Kandidaten, die in diesem Jahr besonders ins Auge stachen, waren der Yucon von Frankia und der James Cook mit Heck-SlideOut von Westfalia.

Ersterer wird vom Hersteller selbst als „Microliner“ bezeichnet – ein Begriff, der sich beim Blick ins Innere schnell erklärt. Vor allem der größere Yucon 7.0 hat so gar nichts von einem klassischen „Kasten“. Das Reisemobil auf Sprinter-Basis ist mit einem lounge-artigen Grundriss ausgestattet, der ein großzügiges Raumgefühl vermittelt. Weiße und graue glatte Oberflächen und üppige Dachluken sorgen für ein helles Ambiente, das fast schon riesenhafte Raumbad für entspannte Momente nach anstrengenden Reisetagen.

Weitere Informationen: yucon.frankia.com/
Fotos: © CamperStyle.de

Der James Cook ist nach längerer Abstinenz nun in vierter Generation auf dem Markt und wird von Westfalia in drei verschiedenen Auf- und Ausbauvarianten angeboten – mit unterschiedlichen Dachkonstruktionen und Grundrissen. Gemeinsam haben alle drei aber ein ausgeklügeltes Heck-SlideOut-System, das in nur 40 Sekunden einen großen Schlafraum mit 2,07 m Länge und mehr als 1,40 m Breite zaubert. Auch dieses kleine Raumwunder ist natürlich mit dem zentralen Steuer-Element von Mercedes ausgestattet.

Weitere Informationen: westfalia-mobil.com/modelle/James_cook/James_cook_aufstelldach.php

Ebenfalls in drei Varianten bietet Volkswagen seinen neuen California 6.1 an. Neben einem cleveren Ausbau mit einigen kleinen Überraschungen wie einer „versteckten“ Küche wurde auch hier die Bordtechnik zentral steuerbar gemacht. Dank eines multifunktionalen Bedienelements bleiben Kühlbox, Beleuchtung, Standheizung, Wasser- und Batteriefüllstände und sogar das Aufstelldach stets unter Kontrolle – und die Fahrzeuge lassen sich sogar per Knopfdruck ausrichten.

Weitere Informationen: volkswagen-nutzfahrzeuge.de/de/modelle/california-6-1.html
Fotos: © CamperStyle.de

Autarkie

Auch im Bereich Autarkie tut sich viel in der Campingbranche. Immer mehr Reisende wünschen sich eigene Systeme zur Stromversorgung. Doch wer mit Campingbus, Mini-Camper oder Wohnwagen unterwegs ist, hat oft keine oder nur unzureichende Batteriekapazitäten an Bord. Deshalb haben verschiedene Anbieter Lösungen entwickelt, die auch für kleinere Fahrzeuge und sogar Zelte eingesetzt werden können. Eine davon ist zum Beispiel das CamperCase der Firma autarker.de – ein kleiner tragbarer „Energiekoffer“, in dem bereits alle benötigten Komponenten verbaut sind und der einfach nur noch angesteckt werden muss.

Weitere Informationen: autarker.de/
Foto: © CamperStyle.de

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